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Yoga – Wirkung auch auf
seelischer Ebene
Die Yoga-Übungen wirken einerseits auf der Ebene des
Körpers und bereiten diesen auf die Geburt vor. Das
Übungsprogramm hat folgende Auswirkungen auf den Körper
der Schwangeren: Förderung der Beweglichkeit des Beckens
Wahrnehmen und Einsetzen des Beckenbodens Flexibilität und
Kraft für Wirbelsäule und Haltungsmuskulatur
Umkehrhaltungen zur Anregung des venösen Blutrückflusses
Dehnen und Öffnen der Atemräume bewusstes Spüren des
natürlichen Atems Es gibt mittlerweile viele wissenschaftliche
Studien, die auf die Auswirkung des emotionalen Befindens der Frau
während Schwangerschaft und Geburt hinweisen. Diese
Lebensphase ist wohl eine der herausforderndsten im Leben der Frau.
Insofern ist Yoga für Schwangere ideal, weil es andererseits
auch auf seelischer Ebene wirkt: zu sich und zur Ruhe kommen
Förderung des Vertrauens in die eigene Kraft tiefe Entspannung
und Regeneration bewusstes Erleben der Gegenwart Je früher
eine Frau mit dem Schwangeren-Yoga beginnt und je öfter sie
übt, desto mehr wird sie vom Yoga profitieren. Die
Übungen entfalten ihre volle Wirkung nach 3-4 Yoga-Sitzungen,
wenn die Schwangere vertraut ist mit den Bewegungsabläufen,
mit dem Atmen und den Entspannungstechniken. Besonders wichtig sind
Bewegungen mit der Atemhilfsmuskulatur zur Unterstützung der
natürlichen, freien Atmung: Der Atem ist maßgebend
für unser Wohlbefinden und beim Ereignis der Geburt spielt es
eine große Rolle, ob die Frau Kontakt zu ihrer Atmung hat oder
nicht. Auch Übungensind zur Unterstützung einer
aufrechten, soliden Haltung für die Schwangerschaft und
Stillzeit von großer Bedeutung. Ein ganz wesentlicher Aspekt
ist auch die Achtsamkeit, die alle Bewegungen begleitet, sodass
Körper und Geist synchronisiert werden. Darin liegt ein
Potential für Regeneration und Heilung.
Vorschlag für eine Yoga-Übung:
Den Atem spüren: Machen Sie es sich in der Seitenlage mit
einem Kissen unter dem Kopf und einem weiteren zwischen den Beinen
bequem. Spüren Sie den Boden unter sich und lassen Sie Ihr
Körpergewicht los. Nehmen Sie wahr, wie der Atem durch die
Nase ein- und ausströmt und geben Sie dem Ausatem mehr und
mehr Zeit, bis er vollständig verebbt ist. Warten Sie, bis der
Einatem ganz von alleine kommt, und geben Sie ihm im ganzen
Oberkörper Raum. Spüren Sie, wie sich Ihr Becken, der
Bauch und der Brustkorb beim Einatmen weiten und beim Ausatmen
wieder zurückschwingen. Versuchen Sie, Ihre Aufmerksamkeit
beim Atmen zu halten so lange und oft es möglich ist, auch
während des Alltags. Diese Übung bereitet Sie darauf vor,
bei der Geburt in Ihren Atem Vertrauen zu haben und sich von ihm
führen zu lassen.
Shiatsu — ganzheitliche Körpertherapie
Shiatsu ist eine eigenständige Form der ganzheitlichen
manuellen Körpertherapie, tief verwurzelt in der traditionellen chinesischen
Medizin, der das Wissen zugrunde liegt, dass alles Leben von
Energie, dem Ki, bestimmt ist. Unsere körperliche, seelische
und geistige Befindlichkeit ist demnach Ausdruck der Verteilung und
des Flusses der Energie. Shiatsu bedeutet
„Fingerdruck“; durch sanften tief wirkenden Druck wird
der Energiefluss angeregt. So werden Blockaden, die sich sonst in
Unwohlsein, Schmerzen oder emotionaler Verstimmung
äußern, gelöst. Shiatsu unterstützt die
Gesunderhaltung und regt die Selbstheilungskräfte an. Gerade
in der Schwangerschaft, einer Zeit großer körperlicher
und hormoneller Veränderung, ist Shiatsu eine wunderbare
Methode zur Entspannung, Linderung von Rückenschmerzen, zur
Besserung bei schweren oder geschwollenen Beinen, träger
Verdauung oder Schwangerschaftsübelkeit. Die nährende Art
der Berührung und die Ruhe während der Behandlung
erzeugen eine tiefe, sehr erholsame Entspannung, die Gelegenheit
gibt, sich selbst besser zu spüren, neue Kräfte zu
sammeln und in einen sehr intensiven Kontakt mit dem Baby zu
kommen. Durch die verfeinerte Körperwahrnehmung lernen Sie,
besser mit Ihren Ressourcen umzugehen.
So läuft eine Behandlung
ab:
Bei einer Shiatsu-Behandlung liegen Sie bequem bekleidet auf
einer weichen Matte am Boden. Mit Handballen, Daumen, Ellbogen oder
Knie wirkt die Shiatsu-Praktikerin mit variiertem Druck auf den
Lauf der Meridiane (Energieleitbahnen) ein. Die Gelenke werden
sanft gedehnt und geschaukelt, was eine bessere
Durchlässigkeit bringt, die auch für die Geburt eine
große Erleichterung sein kann.
Quelle: Shiatsu/R. Eppensteiner,Yoga/A. Pfeiffer
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