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Fragen rund um die Geburt

Stimmt es, dass mein Baby etwas davon abbekommt, wenn ich mir bei der Geburt ein Schmerzmittel geben lasse?
Ja, alle derzeit üblichen, schulmedizinischen Schmerzmittel gehen über die Plazenta auf das Kind über. Je nach Darreichungsform des Medikamentes dauert das nur unterschiedlich lang. Bekommen Sie eine schmerzerleichternde Infusion oder Spritze in die Vene, erhält Ihr Kind bereits nach 35 Minuten seinen Anteil davon, bei Tabletten, Zäpfchen oder Spritzen in das Muskelgewebe dauert es etwa 30-40 Minuten. Einige Arzneimittel behindern als Nebenwirkung nach der Geburt die spontane Atmung des Kindes. Deshalb werden sie nicht zu jedem Zeitpunkt der Geburt gegeben. Bevor Sie um ein Schmerzmittel bitten, können Sie selbst eine Menge tun:Baby schaut nach oben

  • Machen Sie sich bewusst, dass der Geburtsschmerz Sie Ihrem Kind Schritt für Schritt näher bringt, und wehren Sie sich nicht dagegen. Versuchen Sie, jede Wehe zu „begrüßen“. Ihr Organismus unterstützt Sie dabei mit der Bildung eines körpereigenen Schmerzmittels, der Endorphine.
  • Wählen Sie, wann immer möglich, aufrechte Positionen, und bewegen Sie sich möglichst viel.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem und lassen Sie sich von Ihren Geburtsbegleitern dabei unterstützen.
    Tönen Sie beim Ausatmen Vokale oder stöhnen Sie laut.
  • Wenn es Ihnen danach ist, bitten Sie um eine sanfte Massage oder darum, einfach gehalten oder berührt zu werden.
  • Nehmen Sie ein warmes Bad oder lassen Sie sich eine Wärmflasche geben. Achten Sie darauf, dass Ihnen nicht kalt wird und besonders Ihre Füße warm sind.

Ab der 20. SSW sinkt Ihre individuelle Schmerzempfindlichkeit durch körpereigene Hormone, die ähnlich wie Beruhigungsmittel wirken. Vertrauen Sie darauf, dass Sie auch unter Schmerzen die große Herausforderung der Geburt aus eigenen Kräften gut meistern werden. Und wenn nicht: Es stehen zur
Schmerzlinderung unterschiedlichste Möglichkeiten von Akupunktur bis zu PDA (Periduralanästhesie „Rückenspritze“) zur Verfügung, die keine oder nur geringe Nebenwirkungen auf das Kind haben.

In zwei Wochen wird mein Baby per Kaiserschnitt entbunden, da ich aufgrund eines zu engen Beckens nicht "normal" entbinden kann. Kann ich unmittelbar nach der Geburt mein Baby stillen?
Wie bald nach der Operation Sie Ihr Kind stillen können, wird von der Art der Narkose und Ihrem Zustand abhängen. Wenn Sie sich für einen "Kreuzstich" entscheiden, erleben Sie die Geburt Ihres Kindes mit, sind danach auch wach und können, sobald Sie versorgt sind, das Kind mit Unterstützung anlegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Körper nicht so mit Entgiftung beschäftigt ist wie nach einer Vollnarkose und die Frauen meist schneller wieder fit sind. Wie bald Sie nach einer Vollnarkose anlegen können, hängt von der Halbwertszeit des verabreichten Mittels ab, was am besten mit dem Anästhesisten zu klären ist, und von der Schläfrigkeit und Benommenheit, die einige Zeit anhalten kann. Natürlich kommt es auch darauf an, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen.

Erkundigen Sie sich also was in Ihrem Krankenhaus üblich ist, melden Sie Ihre Wünsche an und wiederholen Sie sie direkt vor der OP.

 
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