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Optimal
wird das Baby in den ersten vier bis sechs Monaten mit der
Muttermilch versorgt. Danach steigt der Energie- und
Nährstoffbedarf. Noch sind die Verdauung, der Stoffwechsel und
das Immunsystem nicht vollständig ausgereift. Diese
Besonderheiten gilt es bei der Auswahl und Zubereitung der
Lebensmittel für den Säugling zu beachten.
Mein Baby Guide sprach mit Jutta Conrad über die Beikost
als eine wichtige Basis für ein gesundes Essverhalten. Die
Beikost begleitet den Säugling Schritt für Schritt von
der Muttermilch bis zur Familienkost.
Ab welchem Lebensmonat sollte mit der Beikost begonnen
werden?
Ganz gleich, ob das Kind gesund oder allergiegefährdet ist,
ob es gestillt oder mit industriell hergestellter
Säuglingsmilch gefüttert wird, empfehlenswert ist es,
erst nach dem vollendeten vierten Lebensmonat mit der Beikost zu
beginnen. Ab dem fünften Monat, spätestens nach dem
sechsten Monat braucht der Säugling zusätzliche Energie
und Vitalstoffe. Dafür wird nach und nach eine Milchmahlzeit
durch die Beikost ersetzt. Der individuelle Beginn hängt von
der Entwicklung des Säuglings ab. Manchmal ist es besser, noch
etwas zu warten, als sich streng an den Monaten zu orientieren. Der
richtige Zeitpunkt ist dann erreicht, wenn das Kind mit
Unterstützung aufrecht sitzen und Gegenstände, wie den
Löffel, gezielt ansehen und zum Mund führen kann.
Wie wird der Säugling an die Beikost
herangeführt?
Der erste Brei sollte ein reiner Gemüsebrei —
beispielsweise ein Möhrenbrei — sein. An den Geschmack
und den Löffel gewöhnt sich das Baby, wenn es
anfänglich ein bis zwei Löffel zwischen den
Stillmahlzeiten erhält. Die Gemüsesorte sollte
möglichst bei behalten werden. Babys mögen noch keine
große Abwechslung.
Wie
geht es nach dem Gemüsebrei weiter?
Wenn erst mal eine ganze Portion Gemüsebrei gegessen wird
und der Löffel keine Schwierigkeiten mehr bereitet, kann nach
und nach der Gemüse-Kartoffel- Fleisch-Brei als
Mittagsmahlzeit eingeführt werden. Zunächst die
Kartoffeln dann Öl, später das Fleisch. Im nächsten
Monat kommt der Vollmilch- Getreide-Brei hinzu. Nach weiteren vier
Wochen folgt der milchfreie Getreide-Obst-Brei. Für die
Beikost gilt, immer schön der Reihe nach und in kleinen
Schritten. Eine Milchmahlzeit, Mutter- oder industriell
hergestellte Säuglingsmilch, sollte weiterhin das erste
Lebensjahr begleiten. Säuglingsmilch gefüttert wird,
empfehlenswert ist es, erst nach dem vollendeten vierten
Lebensmonat mit der Beikost zu beginnen. Ab dem fünften Monat,
spätestens nach dem sechsten Monat braucht der Säugling
zusätzliche Energie und Vitalstoffe. Dafür wird nach und
nach eine Milchmahlzeit durch die Beikost ersetzt. Der individuelle
Beginn hängt von der Entwicklung des Säuglings ab.
Manchmal ist es besser, noch etwas zu warten, als sich streng an
den Monaten zu orientieren. Der richtige Zeitpunkt ist dann
erreicht, wenn das Kind mit Unterstützung aufrecht sitzen und
Gegenstände, wie den Löffel, gezielt ansehen und zum Mund
führen kann.
Wie viele „neue“ Lebensmittel sollten pro Woche
angeboten werden? Worauf ist bei der Auswahl zu achten?
Empfehlenswert ist es, immer nur ein neues Lebensmittel in den
Speiseplan aufzunehmen und es drei Tage auszuprobieren. So lassen
sich Unverträglichkeiten leicht feststellen. Eine gute
Orientierung für die Auswahl bieten die Grundrezepte für
die bereits genannten drei Breisorten und der Ernährungsplan
für das erste Lebensjahr des Forschungsinstituts für
Kinderernährung. Generell sollten sich Eltern nicht von ihrem
eigenen Geschmack leiten lassen. Auf Salz und andere Gewürze
sowie rohe Speisen verzichten. Dazu gehört auch kalt
gepresstes Öl, rohes Gemüse und Rohmilch. Zudem brauchen
Babys keinen Zucker. Einfache Rezepturen schmecken den Kleinen am
besten.
Immer aktuell. Gläschen oder Selbst gemachtes?
Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wer selber kocht,
kann die Zutaten, Menge und Zubereitung optimal bestimmen. Salz und
Zucker können ganz sicher ausgeschlossen werden. Zudem spart
es Geld und gewöhnt das Kind an selbst gekochte Speisen. Das A
und O ist die Hygiene. Praktisch und zeitsparend ist das
Gläschen. Es ist nahezu frei von Schadstoffen. Bei der Auswahl
des Gläschens können die bereits erwähnten
Basisrezepte des Forschungsinstituts für Kinderernährung
eine Hilfe sein. So enthalten einige Gläschen zuwenig
hochwertiges Fett — weniger als 8 g und zu viele Zutaten oder
Gewürze. Ein sinnvolles Nebeneinander schließt sich nicht
aus.
Welche besonderen Empfehlungen gelten für
allergiegefährdete Säuglinge?
Bei einer bestehenden Allergie sind Besonderheiten zu beachten.
Sonst gelten heute dieselben Empfehlungen für die Beikost wie
bei Säuglingen ohne Allergierisiko. Mit der Beikost kann
ebenfalls mit dem fünften Monat begonnen werden. Sinnvoll ist
es, weiterhin zu stillen. Lebensmittel sollten langsam und nach und
nach eingeführt werden. Große Abwechslung im Speiseplan
besser vermeiden. Der Ausschluss bestimmter Lebensmittel ist nicht
sinnvoll. Einen vorbeugenden Effekt wird Fisch im zweiten
Lebenshalbjahr zugeschrieben. Glutenhaltige Getreide wie Weizen,
Roggen und Gerste können in kleinen Mengen gegeben werden.
Wie lässt sich Fisch in der Beikost praktisch
umsetzen?
Zunächst alle Breisorten einzuführen, erscheint
sinnvoll. Einmal pro Woche kann dann Fleisch durch
grätenfreien Fisch im „Fleisch-Gemüse-Brei“
ersetzt werden. Lachs, Seelachs und Kabeljau eignen sich zum
Beispiel.
Ab wann brauchen Babys etwas zu trinken und welche
Getränke sind geeignet?
Mit der Beikost sollte dem Kleinkind zusätzlich
Flüssigkeit angeboten werden. Ab dem zehnten Monat, wenn die
Nahrung fester wird, etwa eine Tasse Wasser — also 200ml
— über den Tag verteilt. Beste Durstlöscher sind
abgekochtes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit der
Aufschrift „geeignet für die Zubereitung von
Säuglingsnahrung“. Geeignet ist auch milder
Kräutertee ohne Zucker. Nicht geeignet sind
kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtsäfte und
Getränke mit Zuckerzusatz. So können Eltern leicht das
Kariesrisiko der Kleinen senken und sie an kalorienfreie
Getränke gewöhnen.
Ab wann kann das Baby an der Familienmahlzeit
teilnehmen?
Etwa ab dem10.Monat, wenn das Kind kauen kann. In kleinen
Schritten werden aus dem Getreide-Obst- Brei zwei
Zwischenmahlzeiten mit Brot, Obst oder Gemüse. Die
Milchmahlzeit und der Milch-Getreide- Brei werden zum
Frühstück und Abendbrot durch Brot oder Getreideflocken,
Milch, Obst und später Rohkost ersetzt. Aus dem
Gemüse-Kartoffel-Fleisch- Brei wird die warme
Mittagsmahlzeit.
Was sollte nicht auf den Tisch kommen?
Ungeeignet sind im ersten Jahr wegen der Erstickungsgefahr
kleine, harte Lebensmittel wie
Nüsse oder rohe Gemüsestückchen sowie glatte
runde Produkte wie Johannisbeeren, Trauben oder Oliven. Kohl,
Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Lauch können zu
unerwünschten Blähungen führen. Bei kurz gebratenen
Fleisch- und Geflügelprodukten besteht die Gefahr einer
Salmonelleninfektion. Fettes Fleisch, Wurst, Frittiertes, stark
gewürzte und gesalzene Speisen sind für das Kleinkind
schwer verdaulich. Ebenso können rohe Getreide
unerwünschte Keime enthalten. Auch Bienenhonig kann Keime
eines bestimmten Bakteriums enthalten, die sich bei Kindern in
diesem Alter im Darmansiedeln und dort ein gefährliches Gift
bilden können. Unbedenklich ist Honig in Fertigprodukten. Die
Keime werden durch die ausreichende Erhitzung bei der Herstellung
abgetötet. Ebenfalls sollte auf zusätzliche Milchprodukte
wie zum Beispiel Joghurt, Dickmilch oder Fruchtquark verzichtet
werden. Diese sind meist mit Zucker versetzt und fördern daher
die Kariesentwicklung. Das gilt auch für Schokolade, rohe
Zitrusfrüchte und Säfte.
Alle Informationen zur Beikost, zu den Grundrezepten und zur
geeigneten Gläschenkost können Sie auf den Seiten des
Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund
abrufen (www.fke-do.de).
Hinweise für die Ernährung für Babys mit Allergie
und Allergierisiko erhalten Sie bei dem Deutschen Allergie- und
Asthmabund (www.daab.de). Alles
rund um das Thema Ernährung und Gesundheit finden Sie unter
www.kindergesundheit-info.de.
Die drei Breisorten der Beikost:
1. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ab dem 5. Monat
2. Vollmilch-Getreide-Brei ab dem 6. Monat
3. Getreide-Obst-Brei ab dem 7. Monat
Jutta
Conrad
Diplom-Ökotrophologin
Team Prävention der KKH-Allianz,
Hannover
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